News
Das sagen...

EICHELMANN 2022

Das Weingut Pfirmann wird heute in fünfter Generation von Jürgen Pfirmann geführt, der bereits seit seinem Abschluss zum Weinbautechniker 2001 für den Ausbau der Weine verantwortlich ist. Die Weinberge befinden sich in den Lagen Wollmesheimer Mütterle, Mörzheimer Pfaffenberg, Leinsweiler Sonnenberg und Ilbesheimer Kalmit. Wichtigste Rebsorten sind die weißen Burgundersorten, gefolgt von Riesling, Spätburgunder, Dornfelder, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Gelbem Muskateller, Silvaner, Merlot und Cabernet Sauvignon. Das Programm ist gegliedert in Gutsweine, Terroirweine, Erste Lage und Große Lage, seit dem Jahrgang 2018 gibt es darüber noch zwei „Reserve“-Weine vom Weißburgunder und Sauvignon Blanc.

Kollektion

In Sachen Weißburgunder ist Jürgen Pfirmann immer eine sichere Bank und auch im Jahrgang 2020 finden wir seine Weißburgunder in der jeweiligen Kategorie immer einen Tick spannender als die ebenfalls sehr guten Rieslinge. Alle Weißburgunder sind von kalkig-kreidiger Würze geprägt, sind kraftvoll, aber immer harmonisch: Der „Réserve“ zeigt sehr feine Röstnoten, besitzt Schmelz, eine frische Säure, ist sehr nachhaltig und braucht noch etwas Zeit, der Kalmit ist jetzt schon präsent, zeigt dezentes Holz, Birne und Zitrusnoten im komplexen Bouquet, besitzt eine animierende Säure und viel Grip, der Zollstock besitzt von allen Weißburgundern die deutlichste Frucht mit Noten von gelbem Apfel, Birne und Ananas, der „Kalkmergel“ ist ebenfalls fruchtbetont und leicht floral, der „Landschneckenkalk“ besitzt etwas mehr Grip. Der Kalmit-Riesling zeigt dezentes Holz, gelbe Frucht und kreidig-mineralische Noten, besitzt Grip und Druck, ist elegant und nachhaltig, der Sonnenberg-Riesling zeigt etwas mehr Frucht, ist ebenfalls elegant und leicht salzig, der Chardonnay zeigt Röstnoten, etwas Kokos und Zitruswürze, besitzt eine frische Säure.

Schleife
Das sagen…

VINUM 2022

Einmal mehr schickt Jürgen Pfirmann eine hochseriöse Kollektion ins Rennen, die keine großen Aufreger braucht, um glänzen zu können. Ja, er lässt sogar Pfunde wie den Sauvignon Blanc Réserve weg, sonst stets einer seiner bestbepunkteten Weine, dafür packt er die „einfachere“ Version dieser Rebsorte in die Kiste, der sich frisch, grasig und auch etwas knallig zeigt. Fehlgriffe sind Fehlanzeige beim Wollmesheimer, der sich fast zur Hälfte auf weiße Burgundersorten konzentriert. Die baut er in nachvollziehbaren Qualitäten und Abstufungen aus. Während der Weißburgunder Kalkmergel schon sehr rund ist, hat sein Pendant aus dem Landschneckenkalk mehr Würze und Zug, was vom Kalmit erwartungsgemäß getoppt wird. Der Réserve ist für unseren Geschmack noch arg jung und braucht locker zwei bis drei Jahre, um sich zu finden, offenbart aber bereits jetzt ein beachtliches Potenzial, zumal das verwendete Holz nicht im Weg steht. Die Rieslinge sind übrigens auch nicht zu verachten, ganz im Gegenteil. Der Kalmit Riesling ist noch selten so gut gelungen wie in diesem Jahr.

Schleife
das sagen...

Falstaff 2021

Wenn ein Winzer wie Jürgen Pfirmann gleich fünf unterschiedliche Weißburgunder vorstellt, dann darf er getrost als Experte dieser Rebsorte gelten. Der Winzer bearbeitet naturnah 14 Hektar Rebfläche in Lagen wie dem Wollmesheimer Mütterle und Ilbesheimer Kalmit, die ihm verschiedene Bodenprofile liefern und die Möglichkeit, Burgunder unterschiedlich zu interpretieren. Seine kräftige »Réserve« baut er im 500-Liter-Holzfass aus, sie bildet die Spitze seiner stimmigen Qualitätspyramide. Auch der Spätburgunder aus der Kalmit zeigt Herkunft und kalkmineralische Prägung. Kompliment!

Schleife
das sagen...

GAULT MILLAU 2020

Klassische Rebsorten, ungeschminkte Weine und das Potenzial zu reifen, so beschreibt Jürgen Pfirmann seine Arbeit, seine Philosophie. Seit Jahren arbeitet er biologisch, derzeit wartet er auf die Zertifizierung. Seine 15 Hektar Reben bearbeitet der Winzer übrigens fast allein – außer bei der Lese natürlich. Pfirmann geht seinen Weg, und das heißt: Die Qualität seiner Weine steigt stetig. Wie der Winzer mit dem schwierigen Jahr 2018 umging, das verdient Respekt. Denn er schafft es, die Weine trotz Alkoholgehalten von bis zu 14 Volumenprozent immer in der Spur, sprich trinkig zu halten. Pfirmann druckt gern die Bodenarten, auf denen die Reben seiner Weine stehen, aufs Etikett. Das ist eine schöne
Sache, weil man dadurch beim Riesling und beim Weißburgunder gut den Unterschied herausschmecken kann, den Kalkmergel und Landschneckenkalk den Weinen aufprägen: Kalkmergel macht sie etwas straffer, man fühlt sie eher in der Zungenmitte, während die Weine vom Landschneckenkalk etwas mundfüllender wirken. Sehr schön auch, wie Pfirmann die Unterschiede bei den Weißburgunder-Qualitäten
zu betonen weiß. Los geht es mit frisch und trinkig, steigert sich, um dann beim neuen Reservewein zu enden. Die Großen Lagen sind übrigens wahre Schnäppchen: Die Weißweine kosten 15, der Spätburgunder 18 Euro – das ist lächerlich wenig für die Qualität, die Pfirmann da in die Flasche bringt. Deshalb: Kiste kaufen, in den Keller legen, für ein paar Jahre vergessen und reifen lassen. Sehr charmant und bereits sehr zugänglich ist der Spätburgunder aus dem Ilbesheimer Kalmit.

Schleife