News
Das sagen...

GAULT MILLAU

Klassische Rebsorten, ungeschminkte Weine und das Potenzial zu reifen, so beschreibt Jürgen Pfirmann seine Arbeit, seine Philosophie. Seit Jahren arbeitet er biologisch, derzeit wartet er auf die Zertifizierung. Seine 15 Hektar Reben bearbeitet der Winzer übrigens fast allein – außer bei der Lese natürlich. Pfirmann geht seinen Weg, und das heißt: Die Qualität seiner Weine steigt stetig. Wie der Winzer mit dem schwierigen Jahr 2018 umging, das verdient Respekt. Denn er schafft es, die Weine trotz Alkoholgehalten von bis zu 14 Volumenprozent immer in der Spur, sprich trinkig zu halten. Pfirmann druckt gern die Bodenarten, auf denen die Reben seiner Weine stehen, aufs Etikett. Das ist eine schöne
Sache, weil man dadurch beim Riesling und beim Weißburgunder gut den Unterschied herausschmecken kann, den Kalkmergel und Landschneckenkalk den Weinen aufprägen: Kalkmergel macht sie etwas straffer, man fühlt sie eher in der Zungenmitte, während die Weine vom Landschneckenkalk etwas mundfüllender wirken. Sehr schön auch, wie Pfirmann die Unterschiede bei den Weißburgunder-Qualitäten
zu betonen weiß. Los geht es mit frisch und trinkig, steigert sich, um dann beim neuen Reservewein zu enden. Die Großen Lagen sind übrigens wahre Schnäppchen: Die Weißweine kosten 15, der Spätburgunder 18 Euro – das ist lächerlich wenig für die Qualität, die Pfirmann da in die Flasche bringt. Deshalb: Kiste kaufen, in den Keller legen, für ein paar Jahre vergessen und reifen lassen. Sehr charmant und bereits sehr zugänglich ist der Spätburgunder aus dem Ilbesheimer Kalmit.


EICHELMANN

Das Weingut Pfirmann wird heute in fünfter Generation von Jürgen Pfirmann geführt, der bereits seit seinem Abschluss zum Weinbautechniker 2001 für den Ausbau der Weine verantwortlich ist. Die Weinberge befinden sich in den Lagen Wollmesheimer Mütterle, Mörzheimer Pfaffenberg, Leinsweiler Sonnenberg und Ilbesheimer Kalmit. Wichtigste Rebsorte ist Riesling, gefolgt von Spätburgunder, Weiß- und Grauburgunder, Dornfelder, Chardonnay, Silvaner, Merlot und Cabernet Sauvignon. Das Programm ist gegliedert in Gutsweine, Terroirweine, Erste Lage und Große Lage.

Kollektion
In diesem Jahr stellt uns Jürgen Pfirmann erstmals zwei im Tonneau ausgebaute, ungeschönt und unfiltriert abgefüllte Reserve-Weine vor, die sich auch gleich an die Spitze der Kollektion setzen: Der Weißburgunder zeigt feine Röstnoten und klare, gelbe Frucht, ist kraftvoll, aber auch sehr elegant, wirkt noch sehr jung und besitzt Potential und Länge, der Sauvignon Blanc zeigt feine Stachelbeernoten, deutlich Pfirsich und dezentes Holz, besitzt gute Konzentration, ist harmonisch und animierend. Bei den Weißburgundern sind Zollstock und Kalmit stoffig mit klarer Birnenfrucht und floralen Noten, beide besitzen gute Substanz, der Kalmit ist eine Spur nachhaltiger, der Kalkmergel ist füllig, besitzt Biss, der Landschneckenkalk ist präzise, zeigt kalkige Würze. Die Rieslinge brauchen in diesem Jahr viel Luft, der Mütterle zeigt dezente Holznoten und kräutrig-mineralische Würze, ist animierend und salzig, der Kalmit ist etwas verhaltener, zeigt kalkige Noten und dezente gelbe Frucht, der Kalmit-Spätburgunder besitzt kühle rote Frucht, gute Struktur und ist elegant.


VINUM

Jürgen Pfirmann hatte mit dem Jahrgang 2016 auf Bioweinbau umgestellt – und in den vergangenen drei Jahrgängen witterungsbedingt mächtig viel zusätzliche Arbeit. Wir hatten durchgehend 2018 auf dem Tisch, durchgehend weiß, da Rotwein bei ihm nur eine untergeordnete Rolle spielt. Das Qualitätsgefüge hat sich in den letzten sechs, sieben Jahren stets nach oben verschoben und ist auch diesmal konsequent als sehr gut zu bezeichnen – doch insbesondere die Topweine kommen etwas zu alkoholisch rüber. Die Extrakte sind reichlich vorhanden, doch mitunter wirkt das etwas schwer am Gaumen. Die Rieslinge sind sehr schön in der Säure, gerade im Mittelbau. Weißburgunder wird in vielen Facetten produziert, wobei vor allem der von den Kalkböden der Kleinen Kalmit super wird und ein schönes Reifepotenzial besitzt. Drei Weißburgunder Kalmit, die wir aus den Jahren 2014 bis 2016 nachverkostet haben, demonstrierten das gut.


ROBERT PARKER WINE ADVOCATE 2016

„This is a spectacular new discovery on the Southern Pfalz...
the price (ex celler) is unrealistically low.“


FEINSCHMECKER

„Dieses Weingut gehört zu den besten Deutschlands.“

Schleife